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Berichte aus der Landesgruppe NRW |
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Schriftführerin Beate Schweitzer (BS) berichtet seit vielen Jahren
regelmäßig in der Verbandszeitschrift des GSV über Aktuelles aus
Nordrhein-Westfalen. Hier werden die Beiträge der vergangenen Zeit zum
Nachlesen gesammelt. Wie es die Zeit und Lust des "Webmasters"
erlaubt, werden hier immer wieder auch ältere Beiträge hinzugefügt. Man
muss nämlich nicht immer wieder alles neu formulieren - manchmal reicht
es einfach, an alte Berichte zu erinnern .. (BB) |
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| Aktuell:: September 2006 Umfassende Veränderungen – Landesregierung ignoriert Ratschläge von Experten
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Archiv: Februar
2006 November 2005
September 2005 Mai
2005 Februar 2005 November 2004: August 2004
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GSV-Aktuell: September 2006 |
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Umfassende Veränderungen
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GSV-Aktuell: Februar 2006 |
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Rückfall
in die bildungspolitische Steinzeit – Auf
die bisher bekannt gewordenen Absichten der CDU/FDP Landesregierung sollen
nun durch die Vorlage eines „Eckpunktepapiers“ zum neuen Schulgesetz
auch die entsprechenden Taten folgen. Für die Grundschule bedeutet dies
einen vehementen Rückschlag für alle diejenigen, die sich beharrlich und
mit Mut, Fantasie und Engagement für eine kindgerechte Grundschule
eingesetzt haben! In
einer Presseerklärung bezieht die Landesgruppe Position zu drei geplanten
Änderungen. Jede einzelne dieser Maßnahmen widerspricht schon für sich
genommen all dem, was die Reformen der vergangenen Jahrzehnte an positiven
Entwicklungen bewirkt haben. Zusammen bedeuten sie den Einstieg in eine
bildungspolitische Restauration.
Ziffernnoten, die bisher in Klasse 3
eingeführt wurden, sollen nun schon ab Klasse 2 verbindlich werden. Damit
wird der Leistungsvergleich in jeder Klasse verschärft. Kinder werden dann schon in den Anfangsjahren nicht an ihrem
eigenen Lernzuwachs gemessen
sondern am Vergleich mit ihren Mitschülern. In jahrgangsgemischten
Klassen wird diese pädagogische Fahrlässigkeit besonders deutlich! Schulleistungsdaten,
die aus Vergleichsarbeiten (VERA) in den Schulen gewonnen werden, sollen veröffentlicht werden. Aktuell plant die
Ministerin entgegen aller Vereinbarungen und wider besseren Wissens über
die Aussagekraft der Ergebnisse die Veröffentlichung der zwanzig besten
Schulklassen aufgrund der landesweiten Vergleichsarbeiten in Klasse 4! Im
Kontext der Auflösung der Schulbezirke heißt dies: Eltern, die es sich
leisten können, werden ihre Kinder an den Schulen anmelden, an denen sich
die leistungsstarken Schüler konzentrieren. Die Schulen, die unter
schwierigeren Bedingungen pädagogisch qualifizierte Arbeit leisten,
werden die Verlierer sein -
und mit ihnen die Kinder. Dazu
passt, dass die Elternbeiträge für die offene Ganztagsschule
angehoben werden. Sie soll zu einem
„attraktiven und hochwertigen Angebot“ entwickelt werden, das auf
gezielte individuelle Förderung der Kinder
ausgerichtet ist. Da ist sogar von „Förderangeboten
für besonders Begabte“ die Rede. Bewirken sollen das
zusätzliche Lehrerstunden, die
allerdings nicht allen Steuerzahlern zu Gute kommen,
sondern das Bildungsangebot nur für jene verbessern, die bereit und
in der Lage sind, die Beiträge für den offenen
Ganztag zu zahlen. Der
Grundschulverband fürchtet, dass all diese Maßnahmen kein
- begrüßenswerter - Einstieg
in eine steuerfinanzierte Ganztagsschule sind, sondern zu
einer „Zwei-Klassen-Schule“ führen
werden: Auf der einen Seite die „gute
Schule“ mit intensiven
Angeboten am Nachmittag und hohen Übergangsquoten auf das Gymnasium
und auf der anderen die einfache Schule für das Volk -
ergänzt lediglich mit preiswerten
Betreuungsangeboten. Der
Grundschulverband erinnert daran, dass die Grundschule insgesamt das
eigentliche Erfolgsmodell im deutschen Bildungssystem ist. Während bei
PISA die 15jährigen schlecht abgeschnitten haben, lagen die Grundschüler
im internationalen Vergleich im oberen Mittelfeld. Eigentlich
müsste doch nun alles daran gesetzt werden, die Leistungsfähigkeit der
Grundschule auszubauen, das bedeutet vor allem, die Abhängigkeit der
Schulleistung von der sozialen Herkunft zu vermindern. Was die Landesregierung vorhat, bewirkt aber das genaue Gegenteil! Schulministerin Sommer beteuert unablässig, das Wohl eines jeden Kindes sei das Maß ihres Handelns. Mit ihren Plänen entpuppt sich dieser Anspruch als pure Sprechblase. Weitere Informationen: hier auf dieser Internetseite - Aktuell (für die Landesgruppe: Beate Schweitzer)
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GSV-Aktuell: November 2005 |
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Abschaffung
der Schulbezirke 2008 –
Landesregierung konkretisiert
bildungspolitische Pläne Die in den Koalitionsvereinbarungen angekündigten
bildungspolitischen Pläne der CDU/FDP Regierung beginnen sich zu
konkretisieren. Mit der für 2008 vorgesehenen Abschaffung der Schulbezirke wird die wohnortnahe
Grundschule als ein über lange Zeit zentrales und bewährtes
Steuerungselement der Bildungsgerechtigkeit aufgegeben. Die Landesgruppe sieht darin ein gänzlich
untaugliches Mittel zur angestrebten (und durchaus auch sinnvollen) Förderung
der Profilbildung der einzelnen Schule. Durch die ungleichen
Rahmenbedingungen „vor Ort“ wird es zu einer Verschärfung der
Diskrepanz zwischen angeblich „guten“ und „schlechten“ Schulen
kommen. Um solche Entwicklungen zu verhindern, hat die Landesregierung
eine bessere Ausstattung der Schulen mit besonderem Förderbedarf angekündigt
– angesichts der unzureichenden finanziellen Ressourcen im
Bildungshaushalt kann dies wohl eher als wohlklingende Absichtserklärung
verstanden werden. Darüber hinaus entfällt mit dieser Entscheidung für
die Kinder einer Schule die Möglichkeit eines fußläufigen gemeinsamen
Schulwegs – aus grundschulpädagogischer Sicht ein unverzichtbares
Element um die Entwicklung der Selbständigkeit von Kindern zu fördern
und Schule als Gemeinwesen im Stadtteil zu verankern. Diese und weitere geplante Maßnahmen (u.a. Einführung
der Noten in Klasse 2, Kopfnoten, Schulranking)
werden Vertreter der Landesgruppe und des Schulministeriums in einem Gespräch
am 26. Oktober erörtern – der GSV wird dabei seine Position deutlich
herausstellen! Weitere detailliertere Informationen zu aktuellen bildungspolitischen und pädagogischen Fragen finden sich auf unserer homepage. (BS)
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GSV-Aktuell 91: September 2005 |
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CDU/FDP-Koalition: Was ändert sich für die Grundschule ?Im Zuge des Regierungswechsels nach der Landtagswahl im Mai zeichnen sich für die Grundschule teilweise einschneidende Veränderungen ab. Auch wenn bislang die Aussagen noch eher vage bleiben - die bekannt gewordenen Intentionen von CDU und FDP stehen in krassem Gegensatz zu der bislang erfolgreichen Arbeit der Grundschule: Aufhebung der Schulbezirke: Eine Aufhebung der Schulbezirke würde - im schlimmsten Fall in der Verbindung mit öffentlichen Leistungsvergleichen zur sozialen Desintegration führen und das Gefälle zwischen bildungspriilegierteren und bildungsbenachteiligteren Kindern verstärken. Die nach PISA geforderten Bemühungen um einen deutlichen Abbau der Korreliation wischen sozialer Herkunft und Bilungschancen würden damit konterariert. Zensuren ab Klasse 2, Kopfnoten für Arbeits- und Sozialverhalten: Wider allen Erkenntnissen aus Untersuchungen über die Effektivität solcher Maßnahmen wird ein Rückschritt in die pädagogische Steinzeit gefordert. Dass Noten kein taugliches Instrument für eine pädagogisch fundierte Leistungserziehung darstellen, sollte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Einschulung ab fünf Jahren, Englisch ab Klasse 1: Angesichts der derzeitigen personellen und materiellen Ressourcen in der Grundschule erscheinen solche - je nach Umsetzung sicherlich durchaus sinnvolle Überlegungen - wenig realitätsbezogen. Die im Wahlkampf versprochene Einstellung von 4000 neuen Lehrerinnen und Lehrern lässt derzeit noch auf sich warten. Der Grundschulverband hat sich bereits mehrfach kritisch zu den angekündigten Änderungen geäußert und sucht nun das Gespräch mit der neuen Schulministerin BARBARA SOMMER, um den bisherigen Dialog auch in einer veränderten politischen Situation fortzuführen. (BS) |
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GSV-Aktuell Nr. 90: Mai 2005 Text auf anderer Seite
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GSV-Aktuell Nr. 89: Februar 2005 |
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Vergleichsarbeiten in Klasse 4 |
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GSV-Aktuell Nr. 88: November 2004 |
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Schulleitungsfachtagung „Teamentwicklung“ Zu Beginn der Sommerferien fand die mittlerweile schon traditionsgemäße Schulleitungsfachtagung des GSV NRW statt – diesmal wieder in Kronenburg in der Eifel. Mit den beiden bereits aus den Vorjahren bekannten und geschätzten Moderatoren Dr. Kirsten Mattern und Thomas Rimmasch erarbeiteten die ca. zwanzig Teilnehmer/innen Grundgedanken zur Teamentwicklung. Diese wurden dann übertragen auf mögliche Realisierungsformen durch entsprechende Organisationsstrukturen im eigenen System – auch auf der Schulleitungsebene. Darüber hinaus wurde der Umgang mit Widerständen erprobt und reflektiert. Neben der intensiven fachlichen Arbeit gab es immer wieder, insbesondere am Abend bei einem Glas Wein, Gelegenheit zum Austausch, den alle Teilnehmer/innen als sehr bereichernd empfanden. Diese anregungsreiche Zeit in einer angenehmen Umgebung und Atmosphäre war ein guter Start in die Ferien. Aufgrund des allgemeinen Wunsches nach Fortsetzung wird voraussichtlich die Fachtagung im nächsten Jahr mit den gleichen Referenten stattfinden. (BS)
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GSV-Aktuell: August 2004 |
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Nachruf auf Beatrix Lumer: Der Landesvorstand trauert um Beatrix Lumer, die im April 2004 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Sie hat über lange Zeit die Arbeit der Landesgruppe NRW begleitet und unterstützt. In den letzten Jahren war sie in ihrer Funktion als Professorin an der Universität Essen und als Mitglied des Vorstandes zuständig für die Bereiche Hochschule und Lehrerbildung. Mit ihrem Sachverstand, ihrer Freundlichkeit, ihrem organisatorisches Geschick und ihren weit reichenden Verbindungen hat sie den Interessen der Grundschule in NRW gedient. Wir halten sie dankbar in Erinnerung.
Gespräch des Landesvorstands im Ministerium für Schule, Jugend und Kinder Im Rahmen der Entwicklung und Erprobung von länderübergreifenden Lernstandserhebungen werden Ende September zentrale Vergleichsarbeiten in den Fächern Mathematik und Deutsch in den vierten Schuljahren durchgeführt. In einem kritisch-konstruktiven Gespräch mit Vertreten des Ministeriums trug der Landesvorstand seine Fragen und Bedenken zu den bislang bekannten Teilen des Verfahrens vor: So gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich des gewählten Zeitpunkts: Durch die große Nähe der Testergebnisse zu den Übergangsempfehlungen in die weiterführenden Schulen besteht die Gefahr hiermit ein zusätzliches Selektionsinstrument zu schaffen, darüber hinaus lässt der Zeitrahmen keinen ausreichenden Raum für die nach der Diagnose besonders intendierte individuelle Förderung. Gefragt werden muss auch, inwieweit durch die ausschließliche output-Orientierung die Überprüfung der Qualität der Lehr-Lernprozesse vernachlässigt wird und ob die gewählten Aufgabenbeispiele auch den aktuellen fachdidaktischen Anforderungen entsprechen. Darüber hinaus ist es für den Bereich der Unterrichtsentwicklung von höherer Bedeutung die Fortschritte von Lerngruppen unter vergleichbaren Bedingungen zu erfassen als das individuelle Erreichen von Kompetenzstufen von Kindern einer Lerngruppe zu einem für alle gleichen Zeitpunkt. Einzelne Aspekte konnten intensiver diskutiert werden; von Seiten des Ministeriums wurde dabei deutlich gemacht, dass der eingeleitete Prozess den Anfang eines breit angelegten Verfahrens kennzeichnet, in dessen Verlauf auch mögliche Fehlentwicklungen aufmerksam verfolgt und durch Modifikationen aufgefangen werden sollen. Zu diesem Zweck wurde ein weiteres Treffen zwischen Landesvorstand und Ministerium nach der Auswertung des ersten Durchlaufes vereinbart. (BS)
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