| Landesgruppe
NRW Kontakt zum Schulministerium |
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Gespräch
mit der Grundschulreferentin |
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| Antwort
aus dem Ministerium (30.August 2005) |
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| Brief
am Ministerin Sommer (3. Juli 2005) |
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An
die Vorsitzende des Grundschulverbandes 30. August 2005 Sehr geehrte Frau Cappel, im Auftrag von Frau Ministerin Barbara Sommer danke ich Ihnen für Ihren am 08. Juli 2005 hier eingegangenen Brief. Über Ihre Gratulation zu ihrer Ernennung und die guten Wünsche für erfolgreiches Wirken in ihrem neuen Amt zum Wohle aller Kinder und Jugendlichen im Lande hat sie sich sehr gefreut. Frau Ministerin Sommer weiß das Engagement zu würdigen, das aus p Ihrem Brief spricht. Sie hat mich gebeten, Ihnen mit einigen grundsätzlichen Anmerkungen zu antworten, die ihr im derzeitigen Stadium der schulpolitischen Diskussion bei uns in Nordrhein-Westfalen wichtig erscheinen. Dabei bitte ich um Nachsicht, dass sich diese Antwort im Hinblick auf zwischenzeitlichen Urlaub etwas verzögert hat. Frau Ministerin Sommer kennt die - wie Sie schreiben - "Ziele, Bedingungen und Probleme der Grundschule" in der Tat bestens. Sie weiß, F dass die Qualität der Arbeit in unseren Schulen in erster Linie von gut ausgebildeten, motivierten Lehrerinnen und Lehrern abhängt. Frau Sommer kennt deren schwierige Arbeit, weil Sie selber etliche Jahre als Lehrerin, Schulleiterin, Schulrätin und Schulamtsdirektorin gearbeitet hat. Deshalb weiß Sie auch, dass viele Lehrerinnen und Lehrer weit mehr als das tun, was man von ihnen erwarten kann. Was nun die inhaltlichen Zielvorstellungen der neuen nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Schulpolitik betrifft, so ist zunächst einmal die von Ihnen erwähnte Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und FDP vom 20. Juni 2005 eine maßgebende Grundlage. Daran anknüpfend hat Herr Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers in seiner Regierungserklärung vom 13. Juli 2005 vor dem nordrhein-westfälischen Landtag programmatische Vorstellungen und Perspektiven zur Schulpolitik dargelegt. Ich gehe davon aus, dass Ihnen diese Aussagen, die in vielen Punkten gerade auch die Grundschule betreffen, bekannt sind. Deshalb möchte ich nicht auf Einzelheiten dazu eingehen. Vor diesem Hintergrund hat Frau Ministerin Sommer - wie Sie aus Pressemeldungen sicher ebenfalls schon wissen - im Rahmen ihrer Pressekonferenz am 19. August 2005 zum Schuljahresbeginn 2005/06 dargelegt, wie sie sich die Umsetzung der programmatischen schulpolitischen Ankündigungen aus der Koalitionsvereinbarung und aus der Regierungserklärung des Herrn Ministerpräsidenten vom 13. Juli 2005 vorstellt. Dabei betonte sie u. a., dass Bildung und Erziehung alle Personen in unserer Gesellschaft angehe. Deshalb möchte Frau Ministerin Sommer - wie sie anlässlich ihrer Pressekonferenz am 19. August 2005 auch angekündigt hat - in den kommenden Monaten einen intensiven Dialog mit allen am Schulleben beteiligten gesellschaftlichen Gruppen, Verbänden und Organisationen beginnen. Es bleibt nunmehr zunächst abzuwarten, wie sich dieser Dialog im Einzelnen konkretisieren wird. Damit Ihre Hinweise und Anregungen in die weitere Meinungsbildung hierzu einbezogen werden können, habe ich die zuständigen Referate des Ministeriums für Schule und Weiterbildung über Ihren Brief informiert. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Norbert Gundlach
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| Brief an Ministerin Sommer (Juli 2005) | ||
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An das 3.Juli 2005 Sehr geehrte Frau Ministerin Sommer, als Landesgruppe NRW des Grundschulverbandes gratulieren wir Ihnen zu Ihrer Ernennung und wünschen Ihnen für die Arbeit an der Spitze des Ministeriums erfolgreiches Wirken zum Wohle aller Kinder und Jugendlichen im Lande. Während die an den Schulen Beschäftigten die Sommerferien auch als Atempause genießen dürfen, werden Sie, werte Frau Ministerin, diese wahrscheinlich dazu nutzen, die schulbezogenen Teile der Koalitionsvereinbarung zu konkretisieren und erste Perspektiven zu entwickeln. Aus Ihrer bisherigen beruflichen und privaten Erfahrung kennen Sie Ziele, Bedingungen und Probleme der Grundschule bestens. Diese Tatsache lässt uns einerseits erwarten, dass Widersprüche der Koalitionsvereinbarung ausgeräumt werden, und andererseits darauf hoffen, dass Sie alles unterlassen, was dazu führt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den Sommerferien in NRW eine andere Schule vorfinden. Wir erwarten, dass Ihr Ministerium zunächst Maßnahmen vorschlagen wird, die im Gespräch mit den Eltern-, Lehrer- und Fachverbänden beraten und modifiziert werden können, bevor deren Realisierung mit Augenmaß angegangen wird. Das Anliegen des Grundschulverbandes, die Grundschule im Sinne der kindgemäßen Leistungsschule für alle Kinder weiterzuentwickeln, bringen wir gerne und mit ganzem Engagement ein. Nach der hektischen Betriebsamkeit der letzen Jahre liegt uns aber viel an einer verantwortungsbewussten Umsetzung der bereits seit Jahren in Gang gesetzten Prozesse, die die damit befassten Menschen mitnimmt und die schulischen Bedingungen berücksichtigt. Wir erwarten, dass ggf. nötige Ressourcen bereitgestellt und die Entwicklungen konstruktiv begleitet werden. Wir erwarten auch, dass nach angemessener Zeit geprüft wird, ob die Maßnahmen die gewünschten Entwicklungen befördert haben. Ziel dieser Evaluation darf allerdings kein Ranking sein, das in Verbindung mit der freien Schulwahl nur zur Verstärkung der Chancen-ungleichheit in der Schullandschaft führen würde. Ziel muss sein, alle Schulen so auszustatten, dass „jedes Kind und jeder Jugendliche unabhängig von seiner Herkunft seine Chancen und Talente nutzen und entfalten kann.“ Schließlich haben auch CDU und FDP in der Koalitionsvereinbarung genau das bekräftigt. Die Entwicklung eines solchen Schulwesens zu unterstützen, ist seit vielen Jahren ein Hauptanliegen des Grundschulverbandes. Mit freundlichen Grüßen Gisela Cappel
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