Umbau der Sonderpädagogik
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Seite neu am 27. Mai 2008 |
Pressemeldung des Ministeriums |
| Düsseldorf, den 19.05.2008 |
Nordrhein-Westfalen geht neue Wege in der sonderpädagogischen FörderungDas Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit: Vom kommenden Schuljahr an wird Nordrhein-Westfalen in 20 unterschiedlich großen Regionen völlig neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung gehen. Dabei sollen in einem Pilotprojekt Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung ausgebaut werden – mit dem Ziel, dass Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf häufiger als bisher wohnortnah und integrativ in den Regelschulen beschult werden können. Eine aus Vertretern des Schulministeriums, der oberen Schulaufsicht sowie Wissenschaftlern (Prof. Kerstin Ziemen, Köln; Prof. Franz Wember, Dortmund) zusammengesetzte Jury hat nun aus insgesamt 57 Anträgen von Schulträgern 20 Projekte ausgewählt. Ministerin Barbara Sommer beabsichtigt, den einstimmigen Juryvorschlag umzusetzen. Das Schulministerium wird nun mit den entsprechenden Schulträgern konkrete Vertragsgespräche über eine Beteiligung an der Pilotphase für die „Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung“ führen. Da bei vielen der Projektanträgen noch grundlegende Fragen zu klären sind, ist damit allerdings noch keine endgültige Entscheidung über die Beteiligung an der Pilotphase gefallen. „Wir gehen mit dem Konzept der Kompetenzzentren neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung. Dieses Konzept ermöglicht den Förderschulen, aber auch den beteiligten Grundschulen, Haupt- und Gesamtschulen sowie anderen Schulformen mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum – im Interesse einer bedarfsgerechten, individuellen Förderung insbesondere von Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen“, erklärte Schulministerin Barbara Sommer. Durch eine enge Zusammenarbeit der Kompetenzzentren mit den allgemeinen Schulen, aber auch durch unterstützende Angebote der Schulträger unter anderem aus dem Bereich der Jugendhilfe, der Erziehungs- und Elternberatung sowie durch eine Zusammenarbeit mit Familienzentren oder schulpsychologischen Beratungsstellen soll das Konzept dazu beitragen, dass Kinder früher und gezielter gefördert werden, so dass sich Lern- und Entwicklungsstörungen seltener zu einem sonderpädagogischen Förderbedarf verfestigen. Die Jury legte bei ihrer Auswahlempfehlung über rein fachliche, pädagogische Aspekte hinaus weitere Gesichtspunkte zugrunde. Da es Ziel der Pilotphase ist, Erfahrungen unterschiedlicher Art zu sammeln, um anschließend unter bestimmten Auflagen allen Schulträgern in Nordrhein-Westfalen den Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren zu ermöglichen, kam es darauf an, möglichst exemplarische Anträge für ganz unterschiedliche Fallgestaltungen einzubeziehen. Das heißt, sowohl Anträge aus dem ländlichen als auch aus dem städtischen Raum, sowohl Anträge bei denen nur eine Förderschule als auch jene, bei den mehrere Förderschulen – dazu gegebenenfalls noch in unterschiedlicher Trägerschaft (Kommune, Kreis, Landschaftsverband) – betroffen sind, sollten berücksichtigt werden. Zudem sollten möglichst in allen Bezirksregierungen mit den verschiedenen Fallkonstellationen Erfahrungen gesammelt werden können. Das bedeutete aber auch, dass eine ganze Reihe qualitativ hochwertiger Anträge für die Teilnahme an der Pilotphase nicht berücksichtigt werden konnten – einfach deshalb, weil es von dieser Konstellation bereits viele ebenfalls gute, gleichwertige Anträge gab. Mit folgenden Schulträgern sollen nun weiterführende Gespräche über eine Beteiligung an der Pilotphase geführt werden. Zu den genannten Schulen können bzw. müssen je nach Antrag noch weitere Partnerschulen hinzukommen: Regierungsbezirk Arnsberg:
Regierungsbezirk Detmold
Regierungsbezirk Düsseldorf:
Regierungsbezirk Köln:
Regierungsbezirk Münster:
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| Quelle: http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/PM_2008/pm_19_05_2008.html |