Lehrerausbildung - auf dem Weg zur Reform
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zuletzt bearbeitet am 28.09.2008 |
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Kein
„kleines“ Lehramt
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Dieses Positionspapier gibt es auch als pdf-Datei zum Ausdrucken. ! |
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betr. GrundschullehrerausbildungMit diesem Positionspapier beziehen wir Stellung in der aktuellen Diskussion um die Reform der Lehrerausbildung. Dabei berücksichtigen wir als Grundschulverband bewusst nur die Ausbildungsbelange von Grundschullehrern und –lehrerinnen. Keine Abwertung des Lehramtes durch eine verkürzte Ausbildung!Es geht um Kinder. Sie brauchen gute und sichere Grundlagen. Was am Anfang versäumt wird, lässt sich nur schwer, schlimmstenfalls gar nicht aufholen. Das gilt sowohl für die Lernentwicklung, als auch für die Entwicklung des persönlichen Selbstvertrauens. Positive Leistungserfahrungen und Selbstvertrauen bedingen einander. Deshalb brauchen Kinder gute Lehrer und Lehrerinnen mit fachlichem Wissen, Methoden- und Führungskompetenz, die jedes Kind annehmen und angemessen fördern und fordern können. Die Arbeit in der Grundschule ist anspruchsvoll und interessant. Ihr Ansehen darf durch die Signale, die mit einer verkürzten Ausbildung gegeben werden, nicht beschädigt werden. Das Lehramt an Grundschulen braucht eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung, denn Kinder brauchen Qualität und Kompetenz in der Anleitung.
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Das betrifft
wissenschaftliche Fachgrundlagen,
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Das betrifft
wissenschaftliche Grundlagen in den Bildungswissenschaften,
Insgesamt müssen Lehrer und Lehrerinnen ihr Berufsleben lang bereit und in der Lage sein, Wissenschaft als Bezugsgröße ihrer Profession anzusehen und ihr Handeln an neueste Forschungsergebnisse anzupassen. Auch dafür brauchen sie eine wissenschaftliche Ausbildung. Die Ausbildung für das Grundschullehramt ist umfangreich
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| Positionspapier vom Mai 2007 | |
Lehrerausbildung - (1)
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Der Grundschulverband NRW schließt sich den Eckpunkten für ein Reformkonzept des Forum Lehrerbildung an. Wir halten eine Reform der Lehrerausbildung im Sinne einer Qualitätsverbesserung für wünschenswert, denn wer gute Schulen will, braucht eine gute Lehrerausbildung. Auch wir halten es für notwendig, dass bereits im Studium mehr Praxisbezüge hergestellt werden. Zwei Aspekte sind uns dabei wichtig: a) die Studierenden müssen ihr späteres Berufsfeld frühzeitig kennen lernen, damit sie sich qualifiziert entscheiden können, denn der Lehrerberuf erfordert hohe Qualifikationen. b) Die Studierenden müssen frühzeitig lernen, Theorie und Praxis zu verknüpfen, denn dies ist auch langfristig für professionelles Handeln erforderlich. Die Abschaffung des Vorbereitungsdienstes, also der Ausbildung in Schule und Seminaren, halten wir für nicht sinnvoll. Die Ausbildung in der 2. Phase ermöglicht eine enge Verzahnung von Schulpraxis mit Theoriewissen. Die 2. Phase bietet insbesondere die individuelle Beratung, die eine theoriegeleitete Reflexion des konkreten Handelns ermöglicht. Diese Arbeit hat sich bewährt (siehe OECD-Bericht 2003). Sollte die Universität diese Aufgabe übernehmen, müssten erst entsprechende Strukturen geschaffen und personelle Ressourcen aufgebaut werden. Das wäre ein aufwändiger Prozess. Lehrerhandeln ist komplex (vgl. Rahmenvorgabe für den Vorbereitungsdienst). Die bloße Verkürzung des Vorbereitungsdienstes bedeutet Verschlechterung. Die Erfahrung zeigt, dass die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter ausreichend viel Zeit benötigen, um den komplexen Aufgaben der Erziehung und der Gestaltung von Lernprozessen gerecht werden zu können. Dabei ist die Fähigkeit, das eigene Rollenverständnis zu prägen und in innovativem Sinne die Lehrerrolle auszugestalten besonders zu nennen. Im Grundschulbereich hat sich das Aufgabenfeld der Lehrer und Lehrerinnen deutlich verändert und ausgeweitet. Das gilt für die Erziehungsaufgaben, wie für die Bereiche Diagnostik und Förderung. Zudem werden die Altersgrenzen der Schüler und Schülerinnen erweitert. Eine besondere Förderung oder Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern in der Berufseinstiegsphase ist überfällig. Grundschullehrer und –lehrerinnen sind in der Berufseinstiegsphase besonders stark beansprucht. Der Sprung von 12 auf 28 Stunden, die Übernahme der Klassenlehrerfunktion und die Tatsache, dass nicht nur die 2 Ausbildungsfächer unterrichtet werden, also ein Einarbeiten in weitere Unterrichtsfächer erfolgen muss, belastet übermäßig. Soll die in der Ausbildung erreichte Qualität erhalten bleiben, müssen die Berufseinsteiger Unterstützung erfahren. Ein entsprechende Konzept wäre zu erarbeiten. Rosemarie Möhle-Buschmeyer |
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